Jogurt-Set von Easiyo

Jogurt-Set von Easiyo

Es wird viel geredet über diesen Joghurt, der doch so schmackhaft sein soll, zudem ist er einfach herzustellen. So die Aussagen von Personen, die den Joghurt bereits erworben haben wollen und auch der einzige Großhändler in Deutschland, ein bekannter Teleshoppingsender, preist dieses Produkt an, als würde es nichts Besseres geben. Also gab ich mir einen Ruck, nachdem ich die vielen Kundenmeinungen beim Teleshoppingsender las, darüber hinaus fand ich auch welche bei einem großen Onlinehändler, die ähnlich vielversprechend klangen. Seit 8 Wochen habe ich meine Ernährung radikal umgestellt. Achte sehr genau auf das, was ich esse, vor allem auf Kohlenhydrate, Zucker, Fett und vieles mehr.  Also bestellte ich diesen Wunder-Joghurt für einen Selbsttest.

Das Paket mit dem Wunder-Joghurt traf bei mir recht schnell ein, sodass es auch gleich losgehen konnte. Ich hatte mir für diesen Test den Joghurtbereiter „mini“ bestellt.

Was bekomme ich?

Je nach Angebot, welches beim Teleshopping-Sender gerade angepriesen wird, gibt es entweder eine Großpackung mit 4 Beuteln Milchpulver, welches zu jeweils 1kg Joghurt verarbeitet werden kann. Des Weiteren gibt es den Joghurtbereiter und den Behälter zum Anrühren. Der Preis ist saftig. Mit 41,00 Euro zzgl. Versand keine billige Angelegenheit. Für den Single-Haushalt gibt es ein Set mit einem Joghurtbereiter „mini“ , ebenfalls mit dem Behälter zum Anrühren und 9 Beuteln, je 500g Milchpulver. Selbstverständlich gibt es dieses Wunderpulver in allen erdenklichen Geschmackrichtungen, auch zum Nachkaufen. Die Preise sind ebenso happig. Je nach Zusammenstellung der Sorten schwanken die Preise zwischen 27 – 40 Euro,  zzgl. Versand versteht sich.

Der Selbsttest

Ich sah mir erst mal die Verpackungen genau an, sie wirkten auf den ersten Blick wertig. Eines fiel allerdings auf, die englische Sprache dominierte. Warum das so war, erkläre ich später.

Also los, ich hielt mich an die Anleitung und bereitete 500g Vanille-Milchpulver zu 500g Joghurt zu. Dazu muss das Pulver in den dafür vorgesehenen Behälter geschüttet und mit handwarmen Wasser aufgefüllt werden. In den Joghurtbereiter kommt kochendes Wasser bis zur Füllmarke. Dann den Behälter mit dem Milchpulver gut schütteln und in den Bereiter stellen und fest verschließen. Nun heißt es 12 Stunden warten.

Das Ergebnis nach 12 Stunden

Nach 12 Stunden befreite ich dann den Joghurt aus seinem Wärmebad. Beim Aufschrauben des Behälters mit dem Milchpulver war ich erst einmal überrascht. Es ist tatsächlich Joghurt geworden. Oben auf dem Joghurt hatte sich ein leichter Molkefilm abgesetzt, was aber nicht weiter tragisch ist.

Der Geschmackstest

Mit großen Erwartungen an den Genuss stach ich mit dem Löffel in diesen Wunder-Joghurt. Der erste Happen landete auf meiner Zunge. Der Vanillegeschmack war gut getroffen, es schmeckte nicht nach künstlicher Vanille und die Konsistenz war für einen Joghurt normal in der Festigkeit.

Meine Gedanken an den Werbespruch – der mich auch beeindruckte

Laut Angaben des Verkäufers für dieses Wunderpulver beim Teleshoppingsender sind da nur allerbeste Zutaten drin. Frische Weidemilch von freilaufenden Kühen – ach und probiotisch sei der ja auch noch – nur dürfe man das nicht auf die Verpackung schreiben, weil diese Probioden wohl erst anfangen würden zu leben, wenn der Joghurt hergestellt sei. Und überhaupt wäre es doch das Beste, was ich morgens zum Frühstück essen kann, weil es ja so gesund ist. Doch ein Blick auf die Mengenangaben für Zucker, Fette und Co lassen dieses Wunderpulver schnell in einem anderen Licht erscheinen. Der vermeintlich gesunde Joghurt entpuppt sich als Förderer der Kilos auf den Hüften, aber nicht um sich gesund zu ernähren.

Mein Fazit – Die Realität sieht anders aus

Es ist unbestritten, das Wunderpulver lässt sich zu einer Masse verarbeiten, die eine Konsistenz hat, die dem Joghurt ähnelt. Der Geschmack wirkt nicht künstlich. Durch Emulgatoren wird Festigkeit erreicht. Zudem finden sich Farb- und Geschmacksstoffe in diesem Pulver, was aus Neuseeland importiert wird.

Das erklärt auch, warum die Verpackungsbeschriftungen überwiegend nur in der englischen Sprache vorgehalten werden. Ältere Konsumenten werden hier ihre Mühe haben, das Kleingedruckte, was es auch in Deutsch gibt, zu lesen.

Ein Blick auf die Inhaltsstoffe lässt weiter nichts Gutes verraten. Auf 100g dieser Masse je nach Geschmacksrichtung kommen bis zu 7g Zucker oder mehr. Auch die Kohlenhydrate sind nicht minder wenig und der Fettanteil mit fast 6g pro 100g ist nicht einfach mal wegzureden.

Für eine gesunde Ernährung, so wie es hier versprochen wird, taugt dieses Produkt nicht.

Vergleiche ich das mit einem handelsüblichen Naturjoghurt im 500g Becher, der im Durchschnitt 0,60 Euro kostet und diesen mit frischem Obst anreichere, bekomme ich eine bessere Grundlage für den Tagesstart, als dieses importierte Wunderpulver. Des Weiteren muss dieses Wunderpulver immer bei diesem Teleshoppingsender erworben werden, eine andere Handelsquelle konnte ich nicht ausfindig machen, was mich als Konsument sehr einschränkt. Um einen moderaten Vorrat von diesem Pulver im Haus zu haben, wenn viel Joghurt gegessen wird, kommen schnell Ausgaben von weit mehr als 100 Euro zzgl. Versand zu Stande. Ausgaben, die besser in gesunde und auf die eigene Ernährung zugeschnittene Produkte investiert werden sollten.

Alles in allem hat mich dieses Produkt überhaupt nicht überzeugt. Das einzige, was funktioniert ist das Marketing, was durch die hohen Preise ja irgendwie bezahlt werden muss.

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Es wird viel geredet über diesen Joghurt, der doch so schmackhaft sein soll, zudem ist er einfach herzustellen. So die Aussagen von Personen, die den Joghurt bereits erworben haben wollen und auch der einzige Großhändler in Deutschland, ein bekannter Teleshoppingsender, preist dieses Produkt an, als würde es nichts Besseres...